Haben Millennials eine Krise? Und hilft die Selbstständigkeit dagegen?
Shownotes
Eine ganze Generation steckt in der Krise – angeblich. In dieser Folge geht’s um das Phänomen der „Millennial Career Crisis“, das mir in letzter Zeit immer öfter begegnet.
Die Erzählung: Viele Menschen Anfang 30 bis Mitte 40 sitzen gerade an ihren Schreibtischen und fragen sich, ob sich die ganze Arbeit und der ganze Stress überhaupt gelohnt haben. Ob das jetzt alles war. Obwohl sie doch eigentlich alles richtig gemacht haben …
Du hörst:
- Warum „bloß nicht hintenrunterfallen“ eine ganze Generation geprägt hat
- Was aktuelle Studien (Gallup, LinkedIn, Glassdoor) über die Situation der Arbeitnehmer in Deutschland sagen
- Warum ich glaube, dass die Career Crisis kein persönliches Problem ist (und auch nicht zwingend von nur einer Generation), sondern ein strukturelles
- Und was das für diejenigen heißt, die gerade überlegen, etwas Eigenes aufzubauen
Quellen:
- Gallup Engagement Index Deutschland 2025
- LinkedIn Quarterlife-Crisis Survey
- Glassdoor Workplace Survey 2024
- Glückskurve im Lebenszyklus von David Blanchflower und Andrew Oswald
Links zur Folge:
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Transkript anzeigen
00:00:04: Herzlich willkommen zu.
00:00:05: Mit Gelassenheit sichtbar.
00:00:07: Smartes Online-Marketing für nachhaltigen Erfolg!
00:00:10: Ich bin Steffi Müsse und in diesem Podcast erfährst du, wie du als Selbständige mit einem klugen Marketingmix wirklich nachhaltig erfolgreich wirst.
00:00:20: Lass uns zusammen stressfrei sichtba werden und langfristig wachsen.
00:00:24: Viel Spaß mit der neuen Folge!
00:00:26: Herzlich Willkommen zu einer Podcastfolge die ein bisschen anders ist glaube ich als sonst In der es um ein Thema geht, das vielleicht nicht so ganz naheliegend ist für dich in diesem Podcast.
00:00:36: Und gleichzeitig glaube ich, dass es sich auch interessieren könnte, weil etwas ist, was viele Selbstständige beschäftigt und nicht nur diejenigen.
00:00:43: Wenn du angestellt bist, dann wirst du dich vielleicht umso mehr wiedererkennen heute.
00:00:47: Aber ich spreche halt mit vielen Selbstständigen, die sich davon angesprochen fühlen.
00:00:52: Ich habe mich in letzter Zeit sehr oft angesprochen gefühlt von Content zu Millennial Career Crisis Und zwar habe ich das, glaube ich bei Instagram zum ersten Mal gesehen in Videos und dann ist mir noch mal eins angezeigt worden.
00:01:05: Und nochmal und nochmal und ich hab immer wieder gedacht ach krass scheint es jetzt doch ein Thema zu sein und geht es offensichtlich noch mehr Menschen so wie's mir mal ergangen ist oder wie es mir vielleicht auch immer noch geht?
00:01:16: Oder naja beschäftigen uns vielleicht ähnliche Themen in der ähnlichen Generation Und ich musste so ein bisschen zurückdenken, als ich an das Thema gekommen bin – die Millennial Career Crisis.
00:01:26: Es geht letztendlich darum, dass eben Menschen in der Millennial-Generation mittlerweile an den Punkt gekommen sind, dass sie ja so ein bisschen die Sinnfrage auch stellen.
00:01:37: Also das Sie sich ihr Leben lang angestrengt haben auf etwas hingearbeitet haben und jetzt merken okay ... Die Versprechen, die uns gegeben wurden, sind vielleicht gar nicht so erfüllt worden?
00:01:47: Und gleichzeitig selbst wenn wir Karriere gemacht haben oder wenn wir den Weg stringent verfolgt haben, den wir gegangen sind... Dass wir irgendwann merken, hm!
00:01:56: Jetzt haben wir das alles gemacht.
00:01:58: aber so richtig geil fühlt es sich jetzt auch nicht an Und ich muss ein bisschen darüber nachdenken, erst mal über unsere Generation.
00:02:05: Aber auch was geht da eigentlich mit mir in Resonanz sozusagen?
00:02:08: Also warum fühle ich mich so davon angesprochen?
00:02:12: und ich finde schon wir sind eine Generation die ...druckaufgewachsen ist.
00:02:16: Also ich bin ein achtundachtziger Jahrgang und ich weiß, dass in unserer Schulzeit schon viel Druck aufgebaut wurde mit Blick auf den Beruf also welche Ausbildung man mal bekommt welchen Ausbildungsplatz oder welchen Studienplatz man mal bekommen können.
00:02:32: Und ich hatte eine Mathe- und Sportlehrerin und ich erinnere mich immer an ihren Satz die war teilweise auch Klassenlehrerin.
00:02:38: Die hat immer gesagt, ihr müsst euch auf den Hosenboden setzen.
00:02:41: Sonst fällt ihr hinten
00:02:42: runter.".
00:02:43: Und das hat sie halt echt ständig gesagt und es hat sich richtig tief bei mir eingebrannt.
00:02:47: Und so wüsste ich das jetzt gar nicht mehr!
00:02:49: Ich glaube, dass war wirklich was, was unsere Generation geprägt hat.
00:02:52: Diese Sorge davor, dass wir irgendwie hinten dran sind... Dass wir abgehängt werden können, dass weh irgendwas nicht bekommen.
00:03:00: Weil das war ja in unserer Generation real.
00:03:02: also es gab definitiv sehr viel mehr Bewerber auf einen Ausbildungsplatz als überhaupt eben Ausbildungplätze da waren.
00:03:10: Also, ich weiß noch damals war das noch super beliebt oder ist es vielleicht auch immer noch Ausbildung bei der Sparkasse zu machen und das galt aber als richtig hart.
00:03:20: also dass du da wirklich sich Bewerber auf einen ausbildungs Platz hattest.
00:03:24: und solche Sachen habe ich zum Beispiel gar nicht erst oder darüber nachgedacht, weil ich eh schon abgeschreckt war von vielleicht auch meiner Lehrerin die gesagt hat ihr müsst euch da hart auf den Hosenboden setzen und sonst fällt hier hinten runter und so.
00:03:37: Naja außerdem wollte ich ja eh auch eigentlich studieren.
00:03:41: also wir mussten uns noch richtig anstrengen um einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
00:03:45: das ist ja heute auch irgendwie anders geworden.
00:03:49: Dann ist mir noch eingefallen, als ich... Ich habe dann irgendwann angefangen beim Radio zu arbeiten.
00:03:54: Das war mein erster fester Job nach dem Studium.
00:03:57: Aber schon während des Studiums hatte ich zwei Nebenjobs.
00:04:00: Ich war freier Mitarbeiterin bei einer Zeitung.
00:04:03: Seit der Oberstufe, seitdem ich achtzehn war und einen Führerschein hatte.
00:04:08: Und ich hatte dann im Studium die Zeitung plus ein Nebenjob beim Radio.
00:04:12: Ich weiß noch wie schwer es war da dran zu kommen also... ...ich habe ein Praktikum gemacht und das Ergebnis war auch irgendwie dass sie meinten ich wäre halt sehr gut in dem Job oder ich hätte da richtig Potenzial fürs Radio.
00:04:26: Und gleichzeitig haben sie nicht gesagt, okay arbeite ich hier als freier Mitarbeiterin.
00:04:31: Sondern was mir gesagt wurde war wir haben eigentlich genug Freie Mitarbeiter mehr als genug Freien Mitarbeiter.
00:04:37: Du könntest vielleicht einen Fuß in die Tür kriegen, aber das muss von dir kommen und du musst dich dafür anstrengen.
00:04:42: Also ich musste mit Themenvorschlägen kommen.
00:04:45: Ich bin immer mal wieder in die Redaktionskonferenz gegangen einfach um da zu sein also quasi gratis Arbeit sozusagen!
00:04:52: Ich bin am Wochenende mitgelaufen in Schichten auf die ich bock hatte oder die ich gerne gemacht hätte, also freiwillig am Wochenende keine Ahnung wann früh morgens aufgestanden und habe da einfach kostenlos mitgemacht um irgendwie einen Fuß in die Tür zu kriegen.
00:05:09: Und es ist gar nicht so viel Zeit vergangen sondern das waren ein paar Jahre später als sich dann tatsächlich auch beim Radio fest angestellt war.
00:05:17: bei dem gleichen Sender war es dann komplett umgekehrt.
00:05:21: Nämlich, dass wir immer weniger freie Mitarbeiter hatten und diejenigen, die wir hatten, dass sie gar nicht mehr bereit waren solche Schichten zu übernehmen oder am Wochenende zu arbeiten oder irgendwelche Termine zu über nehmen also genau diese Sachen zu machen, um die ich mich ein paar Jahre vorher komplett gerissen hätte und wo wirklich einfach der Druck unter den freien Mitarbeitern unter denen dies werden wollten total groß war.
00:05:44: und das hat sich innerhalb von wenigen Jahren komplett verändert.
00:05:48: Das fand ich jetzt im nachhinein auch noch mal richtig krass, als ich drüber nachgedacht habe.
00:05:52: also es geht mir gar nicht darum irgendwie mich zu beschweren über die Umstände unter den wir erwachsen geworden sind sondern ich finde einfach mega spannend das Thema.
00:06:02: Ja, wir mussten uns anstrengen.
00:06:04: Wir haben uns immer angestrengt oder viele von uns, wir haben so konsequent unsere Wege weiterverfolgt und offensichtlich ist es so dass genau diese Generation also genau unser alter heute in unseren Bürojobs oder wo auch immer das wird da sitzen Und uns fragen ja jetzt was ist jetzt?
00:06:22: Also fühlt sich das jetzt wirklich so an das worauf ich solange hingearbeitet habe und Ich kann das Gefühl so gut nachvollziehen weil Ich, diese Frage dieses und jetzt genau das hatte ich in meinem letzten Angestellten Job.
00:06:40: Wo ich eigentlich ja dachte, dass wäre so mein Traumjob sozusagen also der mit dem ich alt werden könnte.
00:06:45: In diesem Job konnte ich alt werde.
00:06:47: Im Klammern bin drei Jahre da alt geworden, drei Jahre älter geworden.
00:06:50: Also solange war es gar nicht weil ich irgendwann auch so dieses Gefühl hatte Es ist das jetzt echt, dass ich jeden Morgen auf denselben Parkplatz fahre ins selbe Büro gehe und im Grunde auch dieselbe Arbeit mache.
00:07:05: Und das war gar keine echte Langeweile oder so – ich hatte überhaupt keine langeweile im Gegenteil!
00:07:10: Mein Schreibtisch war viel zu voll... Aber ich hatte halt eben das Gefühl auch, ich lösche nur Brände.
00:07:16: Also ich kümmere mich nur um die Dinge, die jetzt richtig wichtig sind und so richtig brennen, um keine Ahnung irgendwas was von außen immer an mich angetragen wurde weil letztendlich ist es ja in der Öffentlichkeitsarbeit oft so dass das von Außen kommt, dass auf einmal jemand eine Auskunft haben will oder ein Interview haben will.
00:07:37: Also es war sehr fremdbestimmt.
00:07:39: Es war sehr viel Arbeit, sehr viele Aufgaben und gleichzeitig aber auch das Gefühl so ja super jetzt habe ich diesen Job von dem ich dachte der wäre irgendwie so geil und damit würde ich vielleicht irgendwann in Rente gehen.
00:07:51: und jetzt fühlt sich das gar nicht so geil an Und dass war tatsächlich auch so ein...es war schon eine kleine Krise für mich die unmittelbar vor der Selbstständigkeit war Und das war eben auch genau der Moment, wo ich wusste, okay, warte mal.
00:08:04: Wenn dieses Gefühl jetzt auftaucht in einem Job den ich immer haben wollte und von dem ich dachte, dass es der Mega-Job ist, dann bin ich ja in gar keinem anderen angestellten Verhältnis gut aufgehoben.
00:08:15: Also dann wüsste ich ja gar nicht, wo soll ich mich denn noch bewerben?
00:08:19: Und komme ich vielleicht einfach nur vom Regen in die Traufe.
00:08:22: Deswegen habe ich gesagt, okay ... Warte mal, vielleicht versuche ich's wirklich mal selbstständig, selbstbestimmt freier, flexibler und vielleicht auch auf eine Art und Weise wo ich nicht immer das Gefühl haben muss mich verändern zu müssen oder jemand anderes sein zu müssen.
00:08:39: Und das ist glaube ich etwas was sehr sehr spannend ist bei dem Thema weil ich mich echt gefragt habe Ist das wirklich ein Generationsthema?
00:08:46: Wenn ja warum fühlt sich die Generationen die vermeintlich alles richtig gemacht hat auf einmal so als hätte sie nichts richtig gemacht oder es wäre sie nicht mehr am richtigen Platz?
00:08:58: Also Millennial Career Crisis, ich weiß nicht ob du es vielleicht auch schon mal gehört hast oder gelesen hast und dich davon angesprochen fühlst.
00:09:04: Können wir uns mal vielleicht den Begriff genauer angucken?
00:09:08: Millennials sind ja grob die Jahrgänge von oneinundachtzig bis neunzehnhundertsechsneunzig also alle die heute so ja Anfang dreißig sind bis Mitte vierzig.
00:09:20: Und klar wenn wir uns einmal angucken was diese Generation geprägt hat dann ist das schon Heftig im Vergleich zu anderen oder zumindest zu der, unserer Elterngeneration vielleicht.
00:09:31: Ich würde sagen unsere Elterngeneration ist sicherlich auch nicht perfekt aufgewachsen aber in einer ganz anderen Zeit wo man mehr Zeit hatte also die Dinge langsamer gelaufen sind und ich weiß gar nicht ob es weniger Krisen gab.
00:09:47: es gab andere Krisen.
00:09:49: Der kalte Krieg war ja immerhin auch eine kriselige Phase.
00:09:52: Insofern würde ich jetzt gar nicht sagen, dass die nicht in kriselligen Zeiten aufgewachsen sind aber wir hatten einfach krass viele davon.
00:10:00: also Wir hatten die Finanzkrise.
00:10:02: two tausend acht mitten in der zeit wo wir uns Ja vielleicht beworben haben oder wo wir ausgebildet wurden wo wir ein studium gemacht haben Also mitten innerzeit wo wir noch so im werden waren und auch in der findung.
00:10:16: Das war natürlich eine große Unsicherheit für viele, die einen Job gesucht haben.
00:10:20: Dann immer weiter steigenden Wohnkosten sind definitiv ein Thema.
00:10:26: Das ist glaube ich was ganz viel bewegt auch mit Blick auf das Thema Eigenheim also in Gebieten wo man sich das heute nicht mehr leisten kann zum Beispiel Dann kann ich das schon nachvollziehen, dass Menschen in meinem Alter sagen.
00:10:40: So, ich hab das gemacht was ich immer machen sollte, was mir alle gesagt haben was ich tun soll.
00:10:46: Ich habe mein Abi gemacht, ich habe studiert und eine gute Ausbildung gemacht Was auch immer Und jetzt hab' ich Karriere gemacht und reiß mich jeden Tag den allerwertesten auf Und trotzdem kann ich mir keinen... Wohneigentum leisten.
00:11:00: Und das ist zum Beispiel so ein Versprechen, dass gegebenenfalls gar nicht aufgegangen ist ne?
00:11:05: Also das ist etwas.
00:11:06: die steigende Wohnkosten natürlich die immer krasser werden in Digitalisierung denn das ist auch etwas das unsere Generation mega getroffen hat weil wir einfach diese ganze Entwicklung erlebt haben von Internetbeinführung über Handy Smartphone KI jetzt mittlerweile also Die Entwicklung, die wir in unserem bisher noch einigermaßen überschaubaren Alter schon miterlebt haben ist ja Wahnsinn.
00:11:34: Dann kam die Pandemie auch richtig krass und das war tatsächlich für mich auch einen einschneidender Punkt weil ich gemerkt habe okay es ist ja eh nichts sicher.
00:11:45: also ich bin jemand ich hab ein großes Sicherheitsbedürfnis und vielleicht war ich deshalb auch sehr lange immer fest angestellt Und schätze das auch immer noch eine gewisse Sicherheit zu haben.
00:11:57: Aber die Pandemie war so ein Punkt, wo ich gedacht hab ja okay eigentlich ist gar nicht sicher und auf einmal steht die Weltkopf und... Auch das ist auf einmal ganz normal dass die Weltkopftest.
00:12:07: sehr merkwürdiges Gefühl.
00:12:08: also Pandemie war sicherlich für viele auch nochmal einschneidend.
00:12:12: Inflation.
00:12:13: auf jeden Fall sind ja nicht nur die Wohnkosten die steigen sondern es ist ja etwas was Übergreifend ist, alles wird ja irgendwie teurer und auch damit müssen wir irgendwie umgehen.
00:12:24: Und es lernen dann mit Umzugehen.
00:12:27: Auch da ist wieder die Erkenntnis krass.
00:12:30: jetzt bin ich an einem Punkt wo vielleicht besser ausgebildet bin als meine Eltern wo sich vieles erfüllt hat was sie mir gesagt haben nämlich dass ich mich anstrengen soll das ich eine gute Ausbildung machen soll und trotzdem kann ich mir im Prinzip weniger leisten Und vielleicht eben nicht das Wohneigentum.
00:12:50: Vielleicht auch nicht den Lebensstil führen, den die geführt haben oder von dem sie geglaubt haben, dass ich denen mal führen kann.
00:12:58: Da natürlich mit der Digitalisierung auch eine immer krassere Arbeitsverdichtung, also wir sind permanent erreichbar.
00:13:04: Wir bekommen keine Ahnung wie viele E-Mails jeden Tag die wir irgendwie überblicken müssen.
00:13:10: Also alles ist immer schneller geworden während unsere Eltern in ihrer Berufszeit noch überwiegend Briefe bekommen haben Die Glücklichen und diese Briefer mehrere Tage gebraucht haben bis sie angekommen sind.
00:13:21: oder man hat sich vielleicht mal angerufen Aber es war nie diese Erwartungshaltung wie Sie heute ist.
00:13:25: du kriegst zwanzig E-mails am tag soll es dir auch alle bestenfalls innerhalb von vierundzwanzig Stunden oder so beantworten.
00:13:32: Also das ist ja auch eine richtig krasse Arbeitsverdichtung, die da stattgefunden hat.
00:13:36: und jetzt eben kommt noch das Thema KI dazu was wieder viele verunsichert weil wir vielleicht auch teilweise denken Ja geil also all die Ausbildung weiter Bildungen, die ich gemacht habe, habe ich gemacht damit jetzt da etwas eine Technologie erfunden wird, die mich möglicherweise ersetzen kann oder einfach diese Dinge schon beherrscht.
00:13:56: Was ist das denn?
00:13:58: Und auch das sorgt wieder zusätzlich für Verunsicherung.
00:14:02: und wenn wir uns mal angucken was vielleicht schon an Statistik oder Studien da ist dann ist es vielleicht auch gar kein neues Phänomen dieser mit Millennial Career Crisis.
00:14:12: Es gibt nämlich ja auch schon Erzählungen von einer Mitlife, nicht von einer Midlife Crisis sondern von einer Quarter Life Crisis.
00:14:20: Dazu gab es mal eine LinkedIn-Studie die ist schon ein bisschen älter und trotzdem zeigt das dass es eben auch viele Menschen betrifft und dass es auch schon länger Menschen betriffen.
00:14:31: in dieser Studie haben drei Viertel der menschen zwischen fünfundzwanzig und dreinunddreißig angegeben schonmal eine quarter life crisis erlebt zu haben.
00:14:40: also Im Schnitt, glaube ich mit siebenundzwanzig Jahren sind die an den Punkt gekommen wo sie gesagt haben ja scheiße und jetzt.
00:14:48: Und das ist halt etwas das es gar nicht unbedingt neu.
00:14:51: Außerdem gibt es belastbare Daten dazu dass eben zwei Drittel der berufstätigen Menschen sich in ihrer aktuellen Position festgefahren fühlen also auch dass es ein Gefühl das sehr verbreitet ist Und es gibt auch noch die Glückskurve, so über den Verlauf eines Lebens des Menschen.
00:15:09: Die ist u-förmig!
00:15:11: Das heißt wir beginnen relativ glücklich sozusagen und dann kommt der Tiefpunkt des Us.
00:15:18: Der kommt typischerweise in der Lebensmittel also vielleicht mit Mitte oder Ende vierzig.
00:15:23: Also das was vielleicht der Einzelne für ein persönliches Scheitern hält für eine ganz persönliche Krise ist möglicherweise etwas dass ganz viele von uns betrifft oder das vielleicht auch für jeden mal zwischendurch auftauchen kann, oder zumindest für die meisten.
00:15:40: Nämlich, dass da einfach im Laufe des Lebens Krisen auftauchten können.
00:15:46: und ich habe ja schon ein bisschen erzählt, dass ich mich selber damit identifizieren kann und ich kann mich sehr gut damit identifikieren weil ich glaube immer gemacht habe was man von mir erwartet hat oder weil ich einfach weil ich mich immer schon glaube, selber Leistung definiert habe und deswegen so stringent dem auch gefolgt bin.
00:16:06: Also ich hab mein Abi gemacht, ich hab meinen Studium in der Regelstudienzeit durchgezogen.
00:16:11: Mein Master habe ich hingeschmissen.
00:16:12: das möchte ich bitte der Vollständigkeit halber betonen damit ich nicht rüber komme wie ein kompletter Streber.
00:16:17: Ich habe eine Woche den Master studiert fand die Themen auch mega spannend.
00:16:22: aber man muss ja dazu sagen im geisteswissenschaftlichen Bereich ist ja der Master eher etwas, das so auf die wissenschaftliche Laufbahn hinarbeitet.
00:16:31: Und insofern waren die Themen zwar super interessant da ging es zum Beispiel ich glaube um die Charaktergestaltung im Computerspielen oder so.
00:16:40: also es war ein Thema wo ich schon dachte eigentlich geil aber unter dem Strich was bringt mir das für mein Leben?
00:16:48: Und was bringt mir das für mein Arbeitsleben?
00:16:50: Und gleichzeitig habe ich gemerkt, okay wenn ich den Master auch noch in Regelstudienzeit studieren will dann kann nicht mehr nebenbei so viel arbeiten wie ich das getan hab.
00:16:58: Dann ist Zeitung und Radio zumindest sehr viel weniger oder vielleicht auch komplett gestrichen und dabei war das ja genau das was mich auf meine berufliche Praxis vorbereitet hat also wo ich einfach schon das gearbeitet habe was ich später auch machen wollte.
00:17:13: und insofern habe ich gesagt ne ich schmeiß den master hin und bin dann komplett zum Radio gegangen.
00:17:20: Aber was mich in dieser ganzen Zeit begleitet hat, egal ob das in der Schule war im Studium war oder später auch vor allem im Berufsleben war dass immer an mich herangetragen wurde.
00:17:32: ich müsste eigentlich anders sein Ich müsste lauter sein, ich müsste mehr Ellenbogen zeigen.
00:17:39: Der klassische Satz später in Meetings war sowas wie Ja Steffi sagt doch auch mal was?
00:17:43: Oder was sagst du denn dazu?
00:17:46: Und das hat mich richtig genervt und zwar eigentlich über einen mega langen Zeitraum.
00:17:51: Also in der Schule war es noch so, dass eine, dass ich ja wenigstens schriftlich einfach sehr gut war und da meine sehr guten Noten hatte und so ein bisschen Bestätigung dann eben trotzdem hatte.
00:18:01: aber gefühlt hinterher im Berufsleben muss ich sagen, hatte ich oft den Eindruck Es hat niemand oder wenige haben gesehen was ich eigentlich wirklich jeden Tag mache also wie viel ich da auch leiste sozusagen.
00:18:14: Aber ständig wurde ich darauf angesprochen, was ich nicht gemacht habe.
00:18:17: Was ich nicht war wie ich nicht wahr?
00:18:20: Wie vielleicht hätte sein sollen und das ist mir richtig auf den Keks gegangen Und waren natürlich auch kein Zeichen von echter Wertschätzung.
00:18:29: und gleichzeitig war es so immer wenn Ich gekündigt habe.
00:18:32: also ich habe jetzt nicht super oft gekündigst aber ich würde mal sagen bei zwei Arbeitgebern wo ich gekündigen hab War das Gesicht auf einmal sehr lang als ich da saß und gesagt habe ich kündige.
00:18:41: Auf einmal war es so, ja oh Gott was sollen wir ohne dich machen?
00:18:45: So ungefähr.
00:18:46: Wo ich gedacht habe, jo prima also ist ja schön dass ihr das jetzt seht und dass er das jetzt mal äußert weil ich hab vorher mit ihnen drüber gesprochen habe vorher schon gesagt was mich stört oder was ich gerne anders hätte.
00:18:58: und warum?
00:18:58: lassen sie's dann bis zu dem Punkt kommen dass ich sage okay ich verpisst mich jetzt Und Das war halt eben etwas Was mich im angestellten Verhältnis immer gestört hat.
00:19:10: Und ich erzähle das jetzt, weil ich glaube dass beides miteinander zu tun hat.
00:19:14: Also ich glaube, dass diese Millennial Career Crisis vielleicht gar kein reines Millennial Problem ist.
00:19:22: Vielleicht erleben wir das stärker als andere Generationen.
00:19:25: Das mag sein!
00:19:26: Ich glaube aber, dass das schon auch seinen Kontext hat in der Gesellschaft und vor allen Dingen Arbeitswelt, weil ich habe früher immer gedacht okay mit mir stimmt was nicht.
00:19:36: Ich müsste wirklich anders sein.
00:19:38: Ich musste anders funktionieren.
00:19:39: Ich muss irgendwie lauter sein!
00:19:41: Ich muss weniger schüchtern sein, weniger zurückhalten... ...ich muss mehr auf den Tisch schauen.
00:19:46: und mittlerweile glaube ich aber dass das eher ein strukturelles Problem ist und dass es gar nicht so schlau ist von Unternehmen ihren Mitarbeitern ständig zu spiegeln, dass sie anders seien müssten.
00:19:57: Und ich glaube das ist nämlich ein Problem, dass die aller allermeisten Unternehmen haben dass die so ein Idealbild eines Angestellten im Kopf haben und das, im Grunde auch alle Angestelten in irgendeinen Norm passen müssen.
00:20:12: In irgendeine Chaplone.
00:20:14: Und wer zu still ist der muss halt eben lauter werden.
00:20:17: Wer zu schnell redet der soll sich aber auch bitte wieder bremsen!
00:20:21: Und wer ein bisschen anders denkt und out of the box Der soll sich bitte an die Norm anpassen und an den Durchschnitt.
00:20:28: Also es wird gar nicht so sehr geguckt.
00:20:30: Was ist denn die individuelle Stärke dieser Person?
00:20:34: Und wie können wir sie als Team, als diverses Team und als Unternehmen nutzen um gemeinsam noch besser und noch stärker zu werden.
00:20:43: Ich glaube halt dass so eine Karriere Crisis jetzt wollte ich es eigentlich auf Deutsch sagen also so eine karriere Krise ist glaube ich oft der Punkt an dem diese Diskrepanz richtig sichtbar wird und wo man sie nicht mehr übersehen kann.
00:20:59: Also dass irgendwann der Punkt kommt, wo man sagt okay ich habe mich die ganze Zeit eine Rolle pressen lassen Ich hab versucht anders zu sein Und ich habe keine Lust mehr dazu und es kostet mich vielleicht auch sehr viel Kraft und Energie.
00:21:12: und vielleicht möchte ich auch einfach so sein wie ich wirklich bin und Vielleicht möchte ich mit den Stärken gesehen werden Die ich habe und nicht immer nur auf die Schwächen reduziert werden auf die vermeintlichen schwächen reduzieren Und das ist eine These von mir, sag ich mal.
00:21:30: Also das ist einfach ein Gedanke den ich mir mache und vielleicht kannst du den in irgendeiner Form nachvollziehen?
00:21:36: weil ich ganz oft mit selbstständigen Sprechen die sagen oder die zumindest durchblicken lassen dass sie aus Frust das angestellten Verhältnis verlassen haben.
00:21:46: also es ist oft eine Bewegung weg vom Angestelltsein.
00:21:51: hinzu, ich wollte schon immer selbstständig sein zum Beispiel.
00:21:54: Die wenigsten Worten glaube ich schon immer gründen sondern für viele war die Selbständigkeit eine Möglichkeit sie selbst sein zu dürfen nicht ständig jemand anderes sein zu sollen und sich auch selbst mehr entfalten zu dürfen weil ich glaube oder ich bin überzeugt davon und ich weiß auch dass das ganz viele andere so sagen die Selbstständigkeit bietet ihr halt die Möglichkeit Deine eigene Persönlichkeit zu entdecken und zu stärken und weiterzuentwickeln.
00:22:21: Und das ist ja so krass, einfach so schön!
00:22:24: Also das ist das was es für viele ausmacht... ...und was für viele der ganz große Mehrwert an der Selbstständigkeit ist.
00:22:32: Ganz, ganz viele sagen dass es Wahnsinn wie ich mich in der Zeit weiter entwickelt habe.. ..und ich kenne mich heute auch viel besser und so.
00:22:39: Das ist auf der einen Seite sehr schön, dass die Selbständigkeit uns das bietet.
00:22:44: Auf der anderen Seite denke ich Wie schade, dass die Unternehmen dieses Potenzialen nicht sehen und nicht heben.
00:22:51: Weil auch die könnten gute Angestellte halten wenn sie ein bisschen mehr auf die individuellen Stärken schauen würden oder wenn Sie einfach auch Persönlichkeitsentwicklung ein bisschen mer mitdenken würden in ihrer Personaleinwicklung.
00:23:04: also Personal Entwicklung ist ja sowieso was was in den seltensten Fällen tatsächlich stattfindet aber das darf doch immer Persönlichkeit sein finde ich.
00:23:12: Ich glaube das davon alle Seiten profitieren würde Weil es gibt auch dazu verschiedene Studien.
00:23:19: Zum Beispiel ein Engagementindex, den es speziell wirklich auch für Deutschland gibt und der sagt dass nur zehn Prozent der Angestellten emotional stark gebunden sind an ihren Arbeitgeber.
00:23:31: oder das ist doch total schade oder?
00:23:34: Also fast achtzig Prozent sind wirklich sehr gering gebunden und eigentlich sind es sogar dreizehn Prozent also mehr.
00:23:41: Ähm, dreizehn Prozent sind ja mehr als die zehn Prozent, die sich emotional sehr gebunden fühlen und die dreizehn Prozent haben sogar schon innerlich gekündigt.
00:23:50: Also letztendlich haben mehr Leute im angestellten Verhältnis innerlich gekündigt, als wirklich emotional stark an ihren Arbeitgeber gebunden sind Und das ist puh!
00:24:01: Das ist schon ganz schön heftig finde ich.
00:24:04: Aber in Unternehmen, die wirklich aktiv zum Beispiel Entführungsqualität investieren liegt die hohe emotionale Bindung im Durchschnitt bei vierzig Prozent.
00:24:15: Also, viermal so hoch wie der normale Durchschnitt und das ist doch krass!
00:24:21: Und das finde ich zeigt mir auch dass es eben nicht am einzelnen Menschen liegt sondern es liegt ein Stück weit am System und es liegt daran wie Unternehmen mit ihren Leuten umgehen und was sie wichtig finden also was sie im Umgang mit ihren Mitarbeitern wichtig finden aber gegebenenfalls auch in der Entwicklung ihrer Mitarbeiter.
00:24:42: Und das Lustige ist, dass geringe emotionale Bindung also wenn jetzt jemand wirklich nicht gut an seinen Unternehmen gebunden ist.
00:24:49: Das ist gar nicht automatisch mit Unzufriedenheit verknüpft weil man wird ja jetzt sagen okay die sieben siebzig Prozent, die keine hohe Bindung an ihre Firma haben sind die denn alle unzufriedene?
00:24:58: Nein sind die gar nicht sondern viele Leute bewerten ihre Arbeit sogar positiv und sind trotzdem nicht besonders hochgebunden!
00:25:07: Ich glaube Das könnte auch so ein bisschen auf diese ... oder ist vielleicht ähnlich wie diese Millennial-Career Crisis.
00:25:16: Oder so ein ähnliches Gefühl, nämlich eigentlich ist alles okay aber so richtig geil ist es nicht!
00:25:21: Oder ich hatte's mir besser vorgestellt und das ist vielleicht etwas was wir uns genauer anschauen dürfen als Gesellschaft oder in der Arbeitswelt insgesamt.
00:25:30: Und ich weiß dass das Thema nicht so richtig hier reinpasst im Podcast.
00:25:37: Gleichzeitig musste ich an so viele Gespräche mit selbständigen Frauen denken, wo ich das Gefühl hatte wir sehen die Dinge ähnlich und deswegen habe ich gedacht ich nehme es trotzdem einmal mit rein.
00:25:49: Und für alle die angestellt sind oder vielleicht sogar ein Unternehmen haben mit Mitarbeitern Das ist einfach auch ein krasser volkswirtschaftlicher Schaden.
00:25:57: also wir haben vermutlich um die hundertzwanzig Milliarden Euro Produktivitätsverlust letztes Jahr gehabt durch innere Kündigung Und das finde ich schon ziemlich heftig.
00:26:08: Es ist auch Teil einer Studie, die ich mir dazu angeschaut habe.
00:26:14: Was ich aber noch dazusagen möchte Ich will natürlich nicht nur auf Unternehmen rumkloppen und sagen, sie sind alle dumm oder so Aber... ...ich finde schon dass sie Potenzial liegen lassen Wenn Sie das nicht nutzen was sie eigentlich bekommen haben Und ich fände es persönlich sehr viel schöner wenn auch Angestellte genauer angeschaut würden und genauer Angeschaut würde.
00:26:38: Okay, was für Stärken bringt denn diese Person mit?
00:26:41: Welche Persönlichkeit hat sie?
00:26:43: Welchen natürlichen Stärkungen liegen dem zugrunde?
00:26:46: Und wie können wir das optimal bei uns einsetzen so dass die Person selbst zufrieden ist und wir als Unternehmen auch ja den größtmöglichen Nutzen davon haben?
00:26:55: weil natürlich arbeitet eine Person die gerne arbeitet sehr viel besser und motivierter als einer die innerlich gekündigt hat.
00:27:03: Ja, und wie gesagt in der Selbstständigkeit finde ich ist das Gefühl auf einmal auf einmal darf man so sein wie man es wenn auf einmal Darf Man sich auch weiterentwickeln mit dem was schon da ist.
00:27:13: Also Es Ist nicht nur meine Beobachtung Sondern Vielleicht Auch Deine von vielen anderen Mit denen Ich spreche.
00:27:19: nirgendwo sonst Haben wir uns So sehr Weiterentwickelt Wie In der Selbständigkeit Und Das ist etwas das wunderschönes und dass die selbstständigkeit Für mich auch Richtig Richtig cool macht.
00:27:31: Und wie gesagt, gleichzeitig finde ich es schade weil Unternehmen könnten heute noch mehr und bessere Angestellte haben wenn die sich nicht irgendwann aus der Not heraus selbstständig gemacht hätten.
00:27:44: Das Ding ist in der Selbständigkeit dürfen unsere Eigenschaften nicht nur behalten wir dürfen nicht nur zurückhaltend sein oder leise sein oder was auch immer sondern wir können das auch ganz bewusst als stärken einsetzen.
00:27:56: also zum Beispiel diese Beobachtungsgabe, die viele introvertierte haben wird auf einmal zu einem ganz wichtigen Asset wenn es darum geht zu beraten.
00:28:08: Also auf einmal ist das eine riesengroße Stärke, die man in der Beratung sehr gut ausspielen kann oder dass jemand mit nem ruhigeren Ton Das zu seiner Markenstimme macht sozusagen und vielleicht fühle ich mich da auch ein bisschen angesprochen weil so viele mir das immer widerspiegeln und sagen dass sich die Dinge ruhig erkläre und vielleicht auch immer so ein bisschen Stress rausnehme.
00:28:33: Habe ich gestern erst gehört nach einem Workshop, den ich gegeben habe?
00:28:36: Da sagt er auch eine Ja ja wir buchen dich auf jeden Fall nächstes Jahr wiederweilen!
00:28:40: Ich finde immer ach das ist so beruhigend und auf der einen Seite kann man dir so gut zuhören aber auf der anderen Seite himmst du auch immer jede Menge Druck raus und dass es halt nicht nur ne mega schöne Rückmeldung sondern bestätigt mich halt auch im Nachhinein, dass genau die Dinge, die früher vielleicht an mir überhaupt nicht wertgeschätzt wurden in Arbeitsverhältnis.
00:29:01: Dass eigentlich genau das ist was heute meine Kundinnen und Kunden anspricht.
00:29:06: Und das finde ich sehr schön und wie gesagt im nachhineinen auch eine Bestätigung.
00:29:11: und auf einmal es ist ein Wettbewerbsvorteil wenn man nicht laut ist.
00:29:14: Auf einmal ist es ein Wettebewerb vorteil Wenn man vielleicht eher zurückhaltend ist und auch reflektiert ist weil Ja, ich mach nicht so viel Druck weil ich halt auch mich jedem Hype hinterher laufe.
00:29:25: Sondern weil ich die Dinge hinterfrage, weil ich reflektiere und mich frage okay was ist denn eigentlich wirklich wichtig?
00:29:31: Was funktioniert denn unterm Strich und auf dem Papier?
00:29:35: Und was können wir einfach sein lassen?
00:29:38: Wichtig ist mir nur falls du noch angestellt bist oder falls du an der Selbstständigkeit überlegst, das ist natürlich kein Allheilmittel.
00:29:47: Das ist nicht der Weg den alle gehen müssen überhaupt nicht!
00:29:50: Nicht jede kann das, nicht jeder will das und es muss auch überhaupt nicht sein.
00:29:54: Und es gibt natürlich auch tolle Firmen- und tolle Angestelltenverhältnisse in denen die Menschen aufblühen können.
00:30:00: Das is' auch definitiv Fakt.
00:30:04: Für mich ist es einfach nur eine Beobachtung, die ich gerade mache.
00:30:07: Weil mir so viel reingespült wird von der Millennial Career Crisis, weil ich so viel darüber nachdenken musste und dann auch wieder die Anknüpfungspunkte gefunden habe an die Dinge, die mir selber immer auf den Keks gegangen sind in der Anstellung.
00:30:21: Aber klar!
00:30:21: Die Selbstständigkeit darf ein Ausweg daraus sein – und sie ist auch ein Aus Weg daraus wenn Wenn man so ein bisschen die nötigen Voraussetzungen mitbringt, würde ich sagen.
00:30:29: Also eine gewisse Disziplin, dass man eigenverantwortlich ist und sich auch selber gut organisieren kann.
00:30:36: Das sollte man natürlich mitbringen.
00:30:38: Ansonsten sind Selbstständigkeiten eine ziemlich große Herausforderung oder ein ziemlich großes Chaos.
00:30:44: Dass man sich selbst gut führen kann, ist wichtig.
00:30:47: Und dann ist es einfach wichtig... zu schauen, okay was bringe ich denn mit an Stärken oder welche Möglichkeiten?
00:30:55: Welche Erfahrungen?
00:30:57: Welcher beruflichen Erfahrung?
00:30:59: aber einfach auch welche Erfahrungen im Sinne von Ausbildung zum Beispiel.
00:31:03: Also was habe ich dann gelernt, was sich in einer Selbstständigkeit nutzen kann?
00:31:09: und dann ist es etwas wo man sich überlegen kann wie gehe ich das Ganze an?
00:31:13: Was ist das, was ich meiner Zielgruppe bieten kann?
00:31:16: Welche Aufgaben möchte ich übernehmen?
00:31:17: mit wem möchte ich arbeiten?
00:31:19: und was macht mich vielleicht zu einer besseren Ansprechpartnerin als jemand anderen.
00:31:24: Also worin unterscheide ich mich von jemand anderem?
00:31:28: Natürlich darf man angestellt bleiben.
00:31:30: Das ist überhaupt nicht das Thema Und die Career Crisis kann trotzdem.
00:31:35: also wenn du dich davon in irgendeiner Form angesprochen fühlst würde ich das trotzdem ernst nehmen dass eben nicht als Charakterschwächen sehen, also nicht als okay.
00:31:44: mit mir stimmt irgendwas nicht weil jetzt bin ich immer noch nicht zufrieden sondern das du dir vielleicht mal anguckst.
00:31:49: ok was kommt jetzt gerade hier bei mir eigentlich so kurz im angestellten Verhältnis Und was möchte ich gerne mehr zeigen oder was sollte sich verändern und wie bekomme ich das vielleicht hin?
00:32:00: Weil, das ist glaube ich ganz wichtig dass wir so ein bisschen dann anfangen wieder die Kontrolle auch darüber zu gewinnen.
00:32:05: Und so eine gewisse Eigenverantwortung auch hierzu zeigen Auch in der Anstellung sozusagen.
00:32:10: Ich gucke mal wie ich mir Das Angestellten Verhältnis Wie ich das besser gestalten kann In Zusammenarbeit natürlich mit meinem Vorgesetzten Oder der Geschäftsführung.
00:32:21: und wer eben sagt okay die selbst Ständigkeit ist für mich der Ausweg.
00:32:26: Ich bin schon dabei zu gründen oder ich möchte gerne gründen, möchte vielleicht erstmal nebenberuflich gründen.
00:32:31: Passt bitte auf dass ihr nicht aus der Anstellung direkt in die nächsten Fallen tappt also das man nicht anfängt dann nach anderen Idealbildern sich zu orientieren.
00:32:43: Nach dem idealen Funnel oder dem besten Hack für den Algorithmus, dann wechselst du eigentlich nur das Hamsterrad sondern dass du dir erstmal wirklich anguckst.
00:32:53: okay was sind die Grundlagen die du brauchst?
00:32:55: Wie geht das zusammen mit deinen eigenen Stärken und dass du das auch in der richtigen Reihenfolge aufbaust?
00:33:03: Falls du dir das genauer angucken möchtest empfehle ich dir auch an dieser Stelle meinen Business Compass.
00:33:08: Das ist Ein Gespräch von dreißig Minuten für dich und deine Business-Idee.
00:33:14: Vielleicht ist es eine neue Business-idee, vielleicht ist das ne neue Idee in deinem bestehenden Business?
00:33:18: Und da schauen wir uns eben zusammen an wie ist diese Idee, ist die Idee zukunftsfähig und wie kannst du das weiter aufbauen?
00:33:27: was solltest du tun?
00:33:28: was sind deine nächsten Schritte?
00:33:30: den Link dazu packe ich dir gerne in die Show Notes.
00:33:33: Das Schöne ist, und das ist vielleicht auch so das Fazit dieser Folge.
00:33:37: Du musst nicht werden wer du nicht bist.
00:33:40: also du musst niemand anderes werden als du jetzt bist.
00:33:43: Wichtig ist eigentlich eher dass du aufhörst das für die Lösung zu halten.
00:33:47: Also verabschiede dich lass das einfach los diesen Gedanken Ich müsste eigentlich anders sein sondern arbeite mit dem was da ist und was du schon hast.
00:33:55: Versuch deine Stärken auszubauen weiterzuentwickeln Und legt nicht so sehr ein Fokus auf das was andere vermeintlich als Schwächen sehen.
00:34:03: Und das ist mir einfach wichtig.
00:34:05: und das ist, glaube ich auch mein größtes Learning aus den letzten fünf Jahren in der Selbstständigkeit.
00:34:09: Nämlich dass sich sein darf wie ich bin und dass es durchaus eine Stärke sein kann.
00:34:15: Das was mir früher als vermeintliche Schwäche unterstellt wurde und das möchte ich auch gerne weitergeben weil das glaube ich für mich eine der wichtigsten Erkenntnisse ever war Gut, in diesem Sinne hören wir uns gerne in zwei Wochen wieder hier im Podcast mit Gelassenheit sichtbar oder wie sehen uns vielleicht an einem Business Compass Termin.
00:34:35: auch darauf freue ich mich sehr.
00:34:36: Bis dahin wünsche ich dir alles Gute!
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